Was sind Bürgschaften?

In Sachsen müssen Schulen in freier Trägerschaft eine dreijährige Wartezeit überbrücken, bevor sie staatliche Zuschüsse für den laufenden Betrieb bekommen. In diesen drei Jahren muss sich die frisch gegründete freie Schule in der Regel über einen Kredit finanzieren. Sobald der Freistaat Sachsen mit der rückwirkenden Zahlung der Zuschüsse beginnt, kann dieser Kreidt getilgt werden.

Die meisten Banken finanzieren freie Schulen ausschließlich über sogenannte Bürgschaftskredite. Das Prinzip: Viele „kleine“ Geldgeber bilden gemeinsam die erforderliche Kreditsicherheit. Sie bürgen dafür, dass sie im Falle eines eventuellen Scheiterns der Schule für einen vorher vereinbarten Bruchteil der Kreditsumme aufkommen. Bei der GLS Bank eG muss dieser Bruchteil mindestens 500 € betragen und darf 3.000 € pro Bürgen nicht überschreiten.

Wie hoch ist das Risiko?

Der Bürgschaftskredit wird erst benötigt, wenn unsere Schule die Genehmigung zum Betrieb erhalten hat. Dann bezahlen wir von dieser Summe alle regelmäßigen Ausgaben.

Das finanzielle Risiko für die Bürgen besteht in einem möglichen Scheitern der genehmigten Schule z.B. aufgrund von zu geringen Schülerzahlen, nicht neu besetzten Lehrerstellen oder nicht verlängerten Mietverträgen.